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Alle Infos auf einen Blick

  • zahlreiche Arten und Wuchsformen
  • Zimmer-, Kübel- und Gartenpflanzen
  • wasserspeichernde Blätter, Stämme oder Wurzeln
  • unterschiedliche Wuchsgeschwindigkeiten
  • viele Arten bevorzugen helle Standorte
  • Wasserbedarf meist geringer als bei vielen anderen Zimmerpflanzen
  • Staunässe sollte bei den meisten Arten vermieden werden
  • Temperaturansprüche unterscheiden sich je nach Art
  • einige Arten sind winterhart, andere frostempfindlich

Sukkulente Hauswurz

Hauswurzen (Sempervivum) gehören zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Sie sind vor allem für die Kultur im Freien geeignet und können beispielsweise in Steingärten, Mauerfugen, Steintrögen oder auf geeigneten Dachflächen verwendet werden.

Rosettengröße, Wuchsform und Blattfarbe unterscheiden sich je nach Art und Sorte.

Nach der Blüte stirbt die einzelne blühende Rosette ab. Die Pflanze bildet jedoch meist Tochterrosetten, durch die sich der Bestand weiterentwickeln kann.

Hauswurzen eignen sich beispielsweise für:

  • Steingärten
  • Mauerfugen
  • Mauerkronen
  • Steintröge
  • geeignete Dachbegrünungen
  • verschiedene Pflanzgefäße mit guter Drainage

Fettpflanzen sind sehr saftreiche Pflanzen

Sukkulenten besitzen verdickte Pflanzenteile, in denen Wasser gespeichert werden kann. Dadurch können sie Trockenperioden besser überstehen.

Je nachdem, welches Pflanzenorgan überwiegend der Wasserspeicherung dient, wird unter anderem zwischen:

  • Blattsukkulenten
  • Stammsukkulenten
  • Wurzelsukkulenten

unterschieden.

Auch Kombinationen verschiedener Speicherformen kommen vor.

Aloe vera

Aloe vera besitzt fleischige, wasserspeichernde Blätter und wird weltweit kultiviert. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet wird heute im nördlichen Oman angenommen.

Das Blattgel wird als Bestandteil verschiedener kosmetischer Produkte verwendet.

Für die eigenständige innerliche Anwendung von Pflanzenteilen sollte Aloe vera jedoch nicht pauschal empfohlen werden. Unterschiedliche Bestandteile des Blattes können verschiedene Inhaltsstoffe enthalten und sind nicht gleichermaßen für den Verzehr geeignet.

Die absoluten Anfängerpflanzen

für Menschen ohne grünen Daumen

Viele Sukkulenten benötigen weniger häufig Wasser als typische tropische Zimmerpflanzen. Trotzdem sind nicht alle Arten gleichermaßen pflegeleicht.

Entscheidend sind insbesondere:

  • ausreichend Licht
  • ein geeignetes, gut durchlässiges Substrat
  • bedarfsgerechtes Gießen
  • Temperaturen entsprechend der jeweiligen Art
  • das Vermeiden dauerhafter Staunässe

Lasse bei vielen trockenheitsverträglichen Arten das Substrat zwischen den Wassergaben deutlich abtrocknen.

Epiphytische Waldkakteen wie Rhipsalis besitzen dagegen andere Ansprüche als Wüstenkakteen oder Hauswurzen.

Rankender Epiphyllum

Flammendes Käthchen

Sukkulenten-Mix

Westernkaktus

Sukkulente Zimmerpflanzen

Zu den Pflanzen, die sukkulente Eigenschaften besitzen oder im Handel häufig zusammen mit Sukkulenten angeboten werden, gehören beispielsweise:

  • Aloe
  • Agave
  • Bogenhanf
  • Echeveria
  • Elefantenfuß (Beaucarnea recurvata)
  • verschiedene Euphorbien
  • Erbsenpflanze (Curio rowleyanus)
  • Flammendes Käthchen (Kalanchoe)
  • Fetthenne (Sedum)
  • Geldbaum (Crassula ovata)
  • Haworthia
  • Hauswurz (Sempervivum)
  • Kakteen
  • Leuchterblumen (Ceropegia)
  • Rhipsalis

Die Ansprüche dieser Pflanzen können sich deutlich unterscheiden. Zamioculcas und verschiedene Peperomien besitzen ebenfalls wasserspeichernde Pflanzenteile, werden botanisch jedoch nicht immer im engeren Sinne zu den klassischen Sukkulenten gezählt.

Rankende Sukkulenten

Wir stellen Dir hier vier rankende Sukkulenten vor, die durch ihr besonderes Aussehen auffallen:

Die Gattung Crassula umfasst zahlreiche Arten mit sehr unterschiedlichen Wuchsformen.

Typisch sind häufig fleischige, wasserspeichernde Blätter. Je nach Art wachsen die Pflanzen beispielsweise:

  • aufrecht
  • niederliegend
  • polsterförmig
  • strauchartig
  • verzweigt

Viele Arten stammen aus dem südlichen Afrika, die Gattung besitzt jedoch ein deutlich größeres Verbreitungsgebiet.

Die Licht- und Temperaturansprüche richten sich nach der jeweiligen Art. Viele als Zimmerpflanzen angebotene Crassula-Arten bevorzugen einen hellen Standort.

Bekannte Arten und Sorten sind beispielsweise:

  • Bärlapp-Dickblatt (Crassula muscosa)
  • Crassula perforata
  • Crassula coccinea
  • Geldbaum (Crassula ovata)
  • Jadestrauch (Crassula arborescens)
  • Crassula ovata 'Hobbit'
  • Crassula perfoliata var. falcata

Das Nadelkraut Crassula helmsii ist dagegen eine Wasser- und Sumpfpflanze und sollte nicht mit typischen sukkulenten Zimmerpflanzen gleichgesetzt werden.

Die bekannte Leuchterblume Ceropegia woodii besitzt lange, dünne Triebe und herzförmige, häufig silbrig gemusterte Blätter.

Sie eignet sich besonders als Ampelpflanze.

Standort und Pflege

  • heller Standort mit indirektem Licht
  • etwas direkte Morgen- oder Abendsonne möglich
  • gut durchlässiges Substrat
  • zwischen den Wassergaben teilweise abtrocknen lassen
  • Staunässe vermeiden
  • während der Wachstumszeit bei Bedarf sparsam düngen

Zu lange Triebe können gekürzt werden.

Die ungewöhnlich geformten Blüten besitzen einen speziellen Bestäubungsmechanismus. Kleine Insekten können vorübergehend in der Blüte festgehalten und nach der Bestäubung wieder freigesetzt werden.

Rhipsalis gehört zur Familie der Kakteen. Anders als viele Wüstenkakteen wachsen verschiedene Arten als Epiphyten oder Lithophyten in tropischen und subtropischen Regionen.

Rhipsalis baccifera besitzt ein außergewöhnlich großes natürliches Verbreitungsgebiet und kommt in tropischen und subtropischen Regionen Amerikas sowie in Teilen Afrikas und Sri Lankas vor.

Rhipsalis sollte nicht wie ein typischer Wüstenkaktus gepflegt werden.

Geeignet sind:

  • heller Standort ohne dauerhaft intensive Mittagssonne
  • lockeres und gut durchlässiges Substrat
  • regelmäßige, aber mäßige Wassergaben
  • leichtes Antrocknen des Substrates zwischen den Wassergaben
  • etwas höhere Luftfeuchtigkeit als bei vielen Wüstenkakteen

Feste Angaben wie „einmal pro Woche gießen“ sind nicht sinnvoll. Der Wasserbedarf hängt unter anderem von Temperatur, Licht, Topfgröße und Jahreszeit ab.

Während der Wachstumszeit kann bei Bedarf schwach dosiert gedüngt werden.

Zu lange Triebe können zurückgeschnitten werden.

Keine pauschale „luftreinigende Wirkung“

Die Aussage, Rhipsalis besitze eine besondere „luftreinigende Wirkung“, sollte nicht verwendet werden. Unter normalen Wohnbedingungen lässt sich daraus kein relevanter oder garantierter Reinigungseffekt der Raumluft ableiten.

Die Erbsenpflanze wurde früher häufig als Senecio rowleyanus bezeichnet. Der heute akzeptierte botanische Name ist Curio rowleyanus.

Sie stammt ursprünglich aus der südafrikanischen Kapregion.

Die kugelförmigen Blätter dienen der Wasserspeicherung. Die langen Triebe können kriechend oder herabhängend wachsen, weshalb die Pflanze häufig als Ampelpflanze kultiviert wird.

Standort und Pflege

  • heller Standort
  • langsam an stärkere direkte Sonne gewöhnen
  • durchlässiges Substrat
  • zwischen den Wassergaben deutlich abtrocknen lassen
  • Staunässe vermeiden

Die Pflanze sollte nicht zum Verzehr angeboten oder empfohlen werden.

Aussehen der Sukkulenten

Die Blätter einer Sukkulente können, je nach Art, ganz unterschiedlich sein. Kakteen besitzen meist stachelige, sehr fleischige Blätter, in welchen viel Flüssigkeit gespeichert wird. Andere Arten besitzen spitze oder flache Blätter.

Die meisten, blühenden Sukkulenten erreichen ihre Blüte Anfang des Sommers von Juni bis Juli.

Die Blütenfarben variieren je nach Art und Sorte, sind aber zumeist sehr farbenfroh und auffällig.

Abhängig von der Sorte und Bedingungen können Sukkulenten in ihrer natürlichen Umgebung bis zu mehreren Metern groß werden. So wird der Feigenkaktus bis an die sechs Meter hoch.

Sukkulenten können auch in der Breite mehrere Meter erreichen sind aber eher schmale Pflanzen, die in die Höhe oder Tiefe (rankend) wachsen.

Standort & Pflege der Sukkulenten

.Sukkulenten mit weißlichen, grauen oder bläulichen Blättern besitzen häufig eine Wachsschicht oder andere Anpassungen an intensive Sonneneinstrahlung. Viele dieser Arten bevorzugen deshalb einen sehr hellen Standort. Trotzdem sollten Pflanzen, die bisher schattiger standen, langsam an direkte Sonne gewöhnt werden, damit keine Blattverbrennungen entstehen.

  1. Sukkulenten aus trockenen und sonnenreichen Regionen bevorzugen häufig einen hellen bis vollsonnigen Standort. Je nach Art eignen sie sich beispielsweise für ein Südfenster, ein helles Gewächshaus oder einen lichtreichen Platz im Raum. Hinter Glas kann intensive Mittagssonne allerdings sehr stark sein, weshalb eine langsame Eingewöhnung sinnvoll ist.
  2. Sukkulenten aus tropischen oder subtropischen Wäldern, beispielsweise verschiedene epiphytische Kakteen, bevorzugen meist einen hellen Standort ohne dauerhaft intensive Mittagssonne. Sie wachsen in ihrer natürlichen Umgebung häufig im lichten Schatten anderer Pflanzen und kommen deshalb auch mit indirektem Licht gut zurecht.

Unser Experten-Tipp:
Werden neue Triebe ungewöhnlich lang, dünn und instabil, kann das auf Lichtmangel hindeuten. Dieses sogenannte Vergeilen ist ein Zeichen dafür, dass die Pflanze einen helleren Standort benötigen könnte.

Sukkulenten benötigen in der Regel ein lockeres und gut durchlässiges Substrat, damit überschüssiges Wasser schnell ablaufen kann. Dauerhafte Staunässe sollte vermieden werden, da sie bei vielen Arten zu Wurzel- oder Rhizomfäule führen kann.

Geeignet sind beispielsweise Kakteenerde, Sukkulentenerde oder eine lockere Zimmerpflanzenerde mit mineralischen Bestandteilen wie feinem Kies, Bims oder Pflanzgranulat. Wichtig ist außerdem ein Pflanzgefäß mit ausreichend großen Abzugslöchern.

Eine zusätzliche Drainageschicht aus Blähton oder Kies kann verwendet werden, ersetzt jedoch keine gut durchlässige Erde und keine funktionierende Wasserableitung.

.Die Aussage „Sukkulenten mögen keine Temperaturen unter 15 Grad“ ist zu pauschal.

Die Temperaturansprüche unterscheiden sich erheblich:

  • Viele tropische Zimmerpflanzen mit sukkulenten Eigenschaften benötigen warme Temperaturen und sind frostempfindlich.
  • Andere Arten tolerieren kühlere Bedingungen.
  • Hauswurzen und verschiedene Fetthennen sind beispielsweise ausgesprochen winterhart.

Die jeweilige Art und Sorte entscheidet deshalb über die geeignete Überwinterung.

Ein fester Gießrhythmus ist für Sukkulenten nicht empfehlenswert.

Bei vielen Arten gilt:

  1. Substrat zwischen den Wassergaben ausreichend abtrocknen lassen.
  2. Anschließend gründlich gießen.
  3. Überschüssiges Wasser vollständig ablaufen lassen.
  4. Kein Wasser dauerhaft im Übertopf oder Untersetzer stehen lassen.

Wie häufig gegossen werden muss, hängt von Pflanzenart, Licht, Temperatur, Jahreszeit, Substrat und Topfgröße ab.

Sukkulenten besitzen je nach Art einen unterschiedlichen Nährstoffbedarf.

Während der Wachstumszeit können Zimmerpflanzen bei Bedarf mit einem geeigneten, niedrig dosierten Dünger versorgt werden.

Beachte immer die Dosierungsangaben des verwendeten Produktes.

Eine pauschale Düngung von April bis September im festen Rhythmus ist nicht für sämtliche Arten notwendig.

Während einer ausgeprägten Ruhephase wird meist nicht oder deutlich weniger gedüngt.