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Alle Fakten zum Rhododendron

  • Gartenpflanze
  • blühendes Gehölz
  • je nach Art und Sorte langsam bis mittelstark wachsend
  • flaches, feines Wurzelsystem
  • immergrüne, halbimmergrüne und sommergrüne Arten
  • bevorzugt meist sauren, humosen und lockeren Boden
  • je nach Art sonniger bis halbschattiger Standort
  • gleichmäßig feuchter, aber gut durchlässiger Boden
  • Blütezeit je nach Art und Sorte meist von April bis Juni
  • Blütenfarben unter anderem Weiß, Gelb, Rosa, Rot, Orange und Violett
  • Pflanze ist nicht zum Verzehr geeignet und kann bei Aufnahme gesundheitsschädlich sein

Herkunft des Rhododendron

Rhododendron gehört mit mehr als 1.000 Arten zu den besonders artenreichen Gehölzgattungen. Die natürlichen Verbreitungsgebiete reichen von gemäßigten Regionen der Nordhalbkugel bis in tropische Gebirgsregionen Asiens. Eine besonders große Artenvielfalt findet sich in Ost- und Südostasien sowie im Himalaja.

Rhododendren wachsen je nach Art unter sehr unterschiedlichen Bedingungen – von Waldgebieten bis in alpine Höhenlagen. Entsprechend unterschiedlich können auch ihre Ansprüche an Licht, Temperatur und Boden sein.

Rhododendron Arten und Sorten

Rhododendren unterscheiden sich deutlich in Wuchshöhe, Blattform, Blütezeit und Blütenfarbe. Während kompakte Arten und Sorten niedrig bleiben, können andere über mehrere Jahre zu großen Sträuchern oder kleinen Bäumen heranwachsen.

  • „Cunningham’s White“ 
    drei bis vier Meter hoch, immergrüne großblumige Hybride
  • „Barbarella“
    gedrungener Wuchs, Yakushimanum-Hybride

  • Rhododendron Wardii-Hybride
  • Rhododendron Forrestii-Hybride
  • Rhododendron Williamsianum-Hybride
  • Rhododendron impeditum
  • Rhododendron russatum

Pflegetipps für Deinen Rhododendrongarten

Viele Rhododendren bevorzugen einen hellen bis halbschattigen und geschützten Standort. Besonders geeignet ist lichter Schatten, beispielsweise unter locker stehenden Gehölzen.

Die Standortansprüche unterscheiden sich jedoch nach Art und Sorte. Einige Rhododendren vertragen auch sonnigere Plätze, sofern der Boden ausreichend feucht bleibt und die Pflanzen nicht unter Hitze oder Trockenheit leiden.

Ein gleichmäßig feuchter, humoser und gut durchlässiger Boden unterstützt eine gesunde Entwicklung. Staunässe sollte ebenso vermieden werden wie längere Trockenperioden.

Das flache Wurzelsystem besitzt einen hohen Feinwurzelanteil. Deshalb sollte der Boden im unmittelbaren Wurzelbereich möglichst wenig bearbeitet werden.

Rhododendren bevorzugen überwiegend einen sauren, humosen und lockeren Boden. Viele Sorten gedeihen besonders gut bei einem pH-Wert von ungefähr 4,5 bis 6.

Ist der vorhandene Gartenboden ungeeignet, kann der Pflanzbereich entsprechend vorbereitet werden.

Bei schweren oder verdichteten Böden ist vor allem auf eine gute Wasserableitung zu achten. Statt pauschal eine Drainageschicht in jedes Pflanzloch einzubauen, sollte zunächst geprüft werden, ob am Standort dauerhaft Staunässe entsteht.

Für kalkhaltige oder ungeeignete Böden kann ein geeignetes Rhododendronsubstrat verwendet werden. Auch eine Kultur in einem größeren Pflanzgefäß ist möglich.

Günstige Pflanzzeiten sind das Frühjahr und der Herbst, sofern der Boden frostfrei und ausreichend feucht ist. Containerpflanzen können grundsätzlich auch außerhalb dieser Zeit gepflanzt werden, benötigen bei warmer oder trockener Witterung jedoch eine besonders sorgfältige Wasserversorgung.

Rhododendren sind Flachwurzler und dürfen nicht zu tief gepflanzt werden.

Setze die Pflanze ungefähr so tief ein, wie sie zuvor im Container oder Ballen gestanden hat. Die oberen Wurzeln sollten nur leicht mit Erde bedeckt sein.

Nach dem Pflanzen wird der Rhododendron gründlich angegossen.

Eine lockere Mulchschicht, beispielsweise aus geeignetem Rindenmaterial oder Laubhumus, kann dazu beitragen, die Bodenfeuchtigkeit länger zu erhalten. Die Mulchschicht sollte nicht unmittelbar am Stamm angehäuft werden.

Rhododendren benötigen besonders während der Anwachsphase und längerer Trockenperioden ausreichend Wasser.

Der Boden sollte gleichmäßig feucht bleiben, ohne dauerhaft vernässt zu sein.

Nach Möglichkeit eignet sich kalkarmes Wasser, beispielsweise Regenwasser. In Regionen mit weichem Leitungswasser kann auch dieses verwendet werden. Sehr kalkhaltiges Wasser kann den pH-Wert des Bodens langfristig erhöhen und dadurch die Nährstoffaufnahme erschweren.

Rhododendren sollten bedarfsgerecht gedüngt werden. Ob und wie viel Dünger benötigt wird, hängt unter anderem von Boden, Standort, Pflanzenentwicklung und dem verwendeten Produkt ab.

Geeignet sind beispielsweise spezielle Rhododendron- oder Dünger für andere säureliebende Pflanzen. Beachte dabei immer die Dosierungs- und Anwendungshinweise des Herstellers.

Auch organische Dünger können verwendet werden. Sie sind jedoch nicht automatisch besser oder grundsätzlich vor Überdüngung geschützt. Entscheidend sind die Nährstoffzusammensetzung, die benötigte Menge und eine fachgerechte Anwendung.

Zusätzliche Gaben von Hornspänen, Kompost, Kaffeesatz oder anderen Materialien sollten nicht pauschal miteinander kombiniert werden. Eine unnötig hohe Nährstoffzufuhr kann der Pflanze und dem Boden schaden.

Rhododendren benötigen normalerweise nur wenig Rückschnitt.

Abgestorbene, beschädigte oder störende Zweige können bei Bedarf entfernt werden. Muss ein Rhododendron stärker verkleinert oder verjüngt werden, sollte der Schnitt auf die jeweilige Art beziehungsweise Sorte abgestimmt werden.

Viele Rhododendren können auch nach einem stärkeren Rückschnitt wieder austreiben. Wie zuverlässig dies funktioniert, hängt allerdings von Art, Alter und Zustand der Pflanze ab.

Ein starker Verjüngungsschnitt kann bei geeigneten Pflanzen auf mehrere Jahre verteilt werden, um die Belastung zu reduzieren.

Achtung: Rhododendren sind nicht zum Verzehr geeignet. Bei Pflege- und Schnittarbeiten sind Handschuhe empfehlenswert.

Viele für den Garten angebotene Rhododendron-Arten und -Sorten sind ausreichend winterhart. Wie gut eine Pflanze Frost verträgt, hängt jedoch von Art, Sorte, Standort und Witterung ab.

Immergrüne Rhododendren rollen ihre Blätter bei Frost häufig ein. Dadurch wird die Blattoberfläche verkleinert und die Wasserabgabe reduziert.

Problematisch können insbesondere gefrorener Boden in Verbindung mit Wintersonne und trockenem Wind sein. Die Blätter verdunsten dann Wasser, während die Wurzeln aus dem gefrorenen Boden kaum neues Wasser aufnehmen können.

An sehr exponierten Standorten kann deshalb ein Schutz vor Wintersonne und austrocknendem Wind sinnvoll sein. Kübelpflanzen benötigen zusätzlich Schutz für den Wurzelballen.