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Unterschied

Beerensträucher und Obststräucher

Die Begriffe Beerensträucher und Obststräucher werden im Alltag oft gleich benutzt. Aber was Unterscheidet sie voneinander?

Eigentlich ist es ganz einfach erklärt: Beerensträucher sind eine Untergruppe der Obststräucher.

Welche Pflanzen zählen zu den Obststräucher?

Obststräucher ist der Oberbegriff für alle Sträucher, die essbare Früchte tragen. Dazu zählen Beeren, aber auch andere Fruchtformen, die botanisch keine Beeren sind.

Beispiele für Obststräucher:

  • Johannisbeere, Stachelbeere, Himbeere, Brombeere, Heidelbeere
  • Holunder, Sanddorn, Aronia
  • Haselnuss gilt ebenfalls als Obstgehölz, auch wenn es eine Nuss ist

Welche Pflanzen zählen zu den Beerensträucher

Beerensträucher meint meist Sträucher, deren Früchte wir als „Beeren“ essen. Im Gartenbau ist das eine praktische Einteilung nach Nutzung, nicht immer eine botanisch exakte Kategorie.

Wichtig: Viele „Beeren“, die wir so nennen, werden botanisch anders eingeordnet:

  • Himbeere und Brombeere sind botanisch Sammelsteinfrüchte.
  • Erdbeere ist botanisch eine Sammelnussfrucht und kein Strauch.
  • Johannisbeere, Stachelbeere, Heidelbeere passen eher zum klassischen Beerenbild.

Beerensträucher

Pflanz- & Pflege-Ratgeber für Deinen Garten

So klappts mit den Beeren

Beeren gehen irgendwie immer: schnell gepflanzt, relativ pflegeleicht – und die Ernte ist ein kleines Sommer-Highlight.
Damit Johannisbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren & Co. bei Dir gut und ertragreich wachsen, findest Du hier die wichtigsten Standorte, Pflanz- und Pflegehinweise:

Welche Beerensträucher

passen zu Dir?

Für Einsteiger (robust & dankbar):

  • Rote/Schwarze Johannisbeere
  • Stachelbeere
  • Jostabeere (Johannisbeere x Stachelbeere)

Für Nasch-Fans (lange Erntezeit):

  • Sommer- & Herbsthimbeeren
  • Brombeeren (am besten dornenarm)

Für Extravagante-Beeren-Fans (Standort/Boden wichtiger):

  • Heidelbeeren (brauchen sauren Boden!)
  • Aronia, Goji (robust, aber je nach Sorte Geschmack/Verwendung speziell)

Für jeden Standort

die passende Pflanze

  1. Kleine Topfpflanze - Balkon, Terrasse
    Wuchshöhe/Wuchslänge: ca. 35-100 cm
  2. Kübelpflanze / Säulenwuchs - Balkon, Terrasse
    Wuchshöhe/Wuchslänge: ca. 60-160 cm
  3. Beetpflanze - Balkon, Terrasse, Garten
    Wuchshöhe/Wuchslänge: ca. 150-300 cm

Stachelbeere

rote Johannisbeere

Brombeere

rote Himbeere

Der passende Standort

Übersicht für Beeren und Obst

PflanzeLichtBodenExtra-Hinweis
Johannisbeere (rot/weiß)Sonne–Halbschattenhumos, nährstoffreich, tiefgründigHalbschatten oft entspannter bei Hitze
Johannisbeere (schwarz)Sonne–Halbschattenmöglichst feucht, humos, nährstoffreichSonne = aromatischer
StachelbeereHalbschatten ideal, Sonne möglichlocker, frisch, nahrhaft, humosluftig pflanzen, Staunässe meiden
HimbeereSonne–Halbschattenhumos, locker, tiefgründigwindgeschützt, keine Staunässe
BrombeereSonnehumos, gut durchlässigRankhilfe/Spalier sinnvoll
HeidelbeereSonne–Halbschattensauer (saure Erde/Rhododendronerde)bei falschem Boden lieber Kübel/Beet mit Substrat
Weinrebevollsonnig, warmdurchlässig, erwärmt sich schnellSüdwand/Spalier, windgeschützt, Staunässe meiden
Obstbäume (Apfel/Birne/Kirsche/Pflaume)Sonne (Halbschatten teils ok)fruchtbar, wasserdurchlässig, nicht staunassPlatz + Pfahl für junge Bäume

Beerensträucher richtig Pflanzen

für eine ertragreiche Ernte

Pflanzzeit

Wann ist es am besten?

Herbst (September–November):
Top, weil der Boden noch warm ist und eine gute Wurzelbildung unterstützt.

Frühjahr (März–Mai):
Ebenfalls gut, dann musst Du aber konsequent gießen.

Containerpflanzen:
Grundsätzlich fast das ganze Jahr (außer bei Frost oder Hitze), mit dem passenden Wasser-Management.

Beeren richtig pflanzen

Schritt für Schritt

  1. Pflanzloch: ungefähr doppelt so breit wie der Wurzelballen
  2. Boden verbessern: Kompost und ggf. etwas Sand bei schweren Böden
  3. Wässern: vor dem pflanzen Topfballen 10–15 Minuten ins Wasser stellen
  4. Einsetzen: so tief wie im Topf
  5. Angießen: richtig satt
  6. Mulchen: Rasenschnitt (angetrocknet), Laub oder Rindenhumus
  7. Stütze/Spalier: bei Himbeeren/Brombeeren direkt mit einplanen

Pflanzabstände

(Faustwerte):

BeereAbstand (Pflanze zu Pflanze)    Hinweis
Johannisbeere     1,2–1,5 mguter Luftaustausch = weniger Pilz
Stachelbeere1,2–1,5 mideal als Busch oder Stamm
Himbeere40–60 cmReihenabstand ca. 1,5–2 m
Brombeere2–3 mbraucht Platz + Rankhilfe
Heidelbeere1–1,5 min Moorbeet/Topf oft am einfachsten    

Gießen, Düngen, Mulchen:

die Pflege-Basics

Gießen

  • Erstes Jahr ist entscheidend: gleichmäßig feucht halten.
  • Während Blüte/Frucht: Wasser nicht „vergessen“ – sonst werden Beeren klein oder fallen ab.
  • Tipp: lieber selten, aber durchdringend gießen (Wurzeln wachsen tiefer).

Düngen

  • Frühjahr (März/April): Kompost + organischer Beerendünger ist ideal.
  • Nach der Ernte: bei stark tragenden Sorten leicht nachdüngen (nicht übertreiben).
  • Wichtig:Heidelbeeren nur mit geeignetem Rhododendron-/Heidelbeer-Dünger (kalkfrei).

Mulchen

  • hält Feuchtigkeit, verbessert Boden, weniger Unkraut
  • Johannis-/Stachelbeeren: Kompost, Laub, Rasenschnitt (leicht angetrocknet)
  • Heidelbeeren: Rindenhumus, Pinienrinde, Nadelstreu (sauer)

Schnitt:

So bleiben Beeren jung und ertragreich

  • tragen am besten an 2–3-jährigem Holz
  • jährlich: alte Triebe (4 Jahre+) raus, junge nachziehen
  • Ziel: 8–12 starke Haupttriebe in verschiedenen Altersstufen

  • fruchtet stärker am einjährigen Holz
  • kräftiger verjüngen: ältere Triebe regelmäßig entfernen, junge fördern

  • luftig erziehen (weniger Mehltau)
  • alte Triebe raus, nach innen wachsende entfernen
  • Handschuhe sind kein Luxus 

  • Sommerhimbeeren: tragen am zweijährigen Holz
    - direkt nach der Ernte die abgeernteten Ruten bodennah entfernen, junge stehen lassen.
  • Herbsthimbeeren: tragen am einjährigen Holz
    - im Spätwinter/Frühjahr alle Ruten bodennah abschneiden.

  • tragen an zweijährigen Seitentrieben
  • abgeerntete Ruten entfernen, neue anbinden, Seitentriebe einkürzen

Heidelbeeren

richtig glücklich machen

Wenn Du normalen Gartenboden hast, ist Topf/Moorbeet oft der einfachste Weg.

So klappt’s:

  • Substrat: Rhododendron-/Moorbeeterde (kalkfrei, sauer)
  • Drainage: gegen Staunässe
  • Mulch: Rindenhumus/Pinienrinde
  • Gießen: möglichst regenwasserfreundlich (hartes Leitungswasser kann den pH anheben)
  • Düngen: nur passend und moderat

Ernte & Lagerung:

So bleiben Beeren lecker

Direkt frisch vom Strauch in den Mund ist unkompliziert, lecker und sehr gesund. Gerade Kinder naschen gerne direkt am Strauch. Wenn Du aber reife Beeren hast die vom Strauch müssen oder Du etwas vorplanen musst, dann haben wir hier ein paar Tipps für Dich:

  • Ernten am besten morgens, wenn’s trocken ist.
  • Nicht waschen, wenn du sie lagern willst (erst kurz vor dem Essen).
  • Kühlschrank: meist 1–3 Tage
  • Einfrieren: super für Himbeeren, Johannisbeeren, Heidelbeeren (am besten vorfrieren auf dem Blech)
  • Verarbeiten zu Saft, Marmelade, Geele, Kompott, Smoothie