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Allgemeine Infos Rund ums Saatgut

Saatgut ist der Samen oder die Frucht einer Pflanze, die verwendet wird, um neue Pflanzen zu züchten. Es ist die grundlegende Einheit des Lebenszyklus von Pflanzen und dient als Vermehrungsmaterial für den Anbau von Kulturpflanzen, einschließlich Nutzpflanzen, Gemüse, Obst, Blumen sowie Bäumen.

Das Saatgut enthält die genetische Information, die für das Wachstum und die Entwicklung einer neuen Pflanze benötigt wird. Es wird in der Landwirtschaft, im Gartenbau sowie in der Forstwirtschaft verwendet, um Pflanzen anzubauen, die eine bestimmte Eigenschaft, wie Ertrag, Krankheitsresistenz oder spezifische Merkmale, aufweisen sollen.

Es kann durch Samenbanken, Saatgutfirmen oder durch die Sammlung und Aufbewahrung von Samen aus bereits bestehenden Pflanzen gewonnen werden. Es ist eine wichtige Ressource für die Ernährungssicherheit, den Anbau von Pflanzen und den Erhalt der pflanzlichen Vielfalt.

Qualitätsmerkmale von Saatgut

Die Qualität des Saatguts ist von entscheidender Bedeutung, da sie direkte Auswirkungen auf den Pflanzenanbau, den Ertrag sowie die Gesundheit der Pflanze hat:

Die Keimfähigkeit gibt an, wie viele Samen aus einer bestimmten Menge erfolgreich keimen und zu gesunden Pflanzen heranwachsen kann. Hochwertiges Saatgut weist in der Regel eine hohe Keimfähigkeit auf, was bedeutet, dass ein Großteil der Samen keimt und zu starken Pflanzen heranwächst.

Saatgut sollte frei von Verunreinigungen sein, wie zum Beispiel anderen Pflanzensamen, Unkrautsamen, Fremdstoffen oder Rückständen von Pflanzenschutzmitteln. Eine hohe Reinheit gewährleistet, dass das Saatgut die gewünschten Eigenschaften der Zielkultur aufweist und frei von Wettbewerb durch Unkraut oder andere Pflanzen ist.

Das Saatgut sollte frei von Krankheiten sein, wie beispielsweise von Viren, Bakterien oder Pilzen. Eine sorgfältige Überprüfung auf Krankheitserreger ist wichtig, um die Verbreitung von Krankheiten auf die neu angebauten Pflanzen zu verhindern und den Ernteertrag zu schützen.

Das Saatgut sollte der angegebenen Sorte entsprechen und keine Verunreinigungen oder Verkreuzungen mit anderen Sorten aufweisen. Dies ist besonders wichtig, um sicherzustellen, dass die gewünschten Merkmale sowie Eigenschaften der Pflanze erhalten bleiben.

Die korrekte Lagerung und Handhabung des Saatguts ist entscheidend, um seine Qualität sowie Keimfähigkeit zu erhalten. Saatgut sollte an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort gelagert werden, um Feuchtigkeitsverlust, Schädlingsbefall sowie Verderb zu vermeiden. Auch der Umgang mit dem Saatgut während der Aussaat sollte sorgfältig erfolgen, um Schäden oder Kontaminationen zu vermeiden.

Saatgut von zertifizierten Quellen bietet eine zusätzliche Garantie für die Qualität. Durch Zertifizierungsprogramme wird sichergestellt, dass das Saatgut bestimmte Standards erfüllt und den genetischen Reinheits- sowie Qualitätsanforderungen entspricht.

Hybrid- & samenfeste Sorten

Saatgut kann ich zwei Kategorien unterteilt werden: samenfestes Saatgut und hybridfestes Saatgut. Der Unterschied liegt in der Art und Weise, wie das Saatgut produziert wird und welche Eigenschaften die daraus wachsenden Pflanzen aufweisen.

1. Samenfestes Saatgut:
Samenfestes Saatgut wird aus Pflanzen gewonnen, deren Samen genetisch stabil sind und sich von Generation zu Generation reproduzieren. Das bedeutet, dass die Nachkommen, die aus diesen Samen wachsen, ähnliche Eigenschaften wie die Elternpflanzen aufweisen. Es ermöglicht es, Saatgut aus eigener Ernte zu gewinnen und es für die nächste Anbausaison zu verwenden.
Wichtig zu beachten ist, dass einige natürliche Kreuzungen auftreten können, insbesondere wenn verschiedene Sorten derselben Art in der Nähe wachsen. Samenfestes Saatgut wird oft von Landwirten und Gärtnern bevorzugt, die ihre eigene Saatgutversorgung aufrechterhalten möchten oder die traditionelle, bewährte Sorten anbauen wollen.

2. Hybridfestes Saatgut:
Hybridfestes Saatgut wird durch Kreuzung zweier unterschiedlicher Elternlinien erzeugt. Die Elternlinien werden sorgfältig ausgewählt, um bestimmte gewünschte Merkmale zu kombinieren, wie z. B. Krankheitsresistenz, höheren Ertrag oder verbesserte Qualität. Die daraus resultierenden Hybridsamen erzeugen Pflanzen, die in der ersten Generation (F1) einheitliche und oft überlegene Merkmale aufweisen. Diese Merkmale können jedoch in den nachfolgenden Generationen nicht stabil sein. Daher muss jedes Jahr neues Saatgut angeschafft werden, da die Nachkommen des Hybrid-Saatguts ihre Eigenschaften nicht zuverlässig beibehalten.

Der Hauptvorteil des hybridfesten Saatguts liegt in der verbesserten Leistung und den gewünschten Eigenschaften der ersten Generation. Hybride Pflanzen können beispielsweise eine höhere Resistenz gegen Krankheiten oder Schädlinge aufweisen, einheitlichere Merkmale haben oder höhere Erträge erzielen. Daher wird hybridfestes Saatgut oft in der kommerziellen Landwirtschaft eingesetzt, wo hohe Erträge sowie bestimmte Merkmale von großer Bedeutung sind.

Aussaat-Kalender

  • März/April:
    Blumenkohl, Erbsen, Karotten, Kohlrabi, Kopfsalat, Mairübchen, Pastinaken, Petersilie, Spinat, Radieschen, Zwiebeln
  • Mai/Juni:
    Buschbohnen, Blumenkohl, Brokkoli, Grünkohl, Gurken, Kürbis, Mangold, Radieschen, Salat, Rosenkohl, Steckrüben, Zucchini
  • Juli/August:
    Feldsalat, Porree, Radieschen, Spinat
  • September:
    Feldsalat, Mangold, Rucola, Spinat, Winter-Portulak, Winterknoblauch

 

Unser Experten-Tipp:
Warte mit der Aussaat bis zu den Eisheiligen im Mai, da viele Gemüsesorten frostempfindlich sind.