Gräser & Bambus

Sacht wiegen sich die Gräser und der Bambus im Wind. Ich nehme auf der gemütlichen Gartenbank platz, und schließe genüsslich die Augen. Leise vernehme ich das zarte wiegen der Gräser und das Plätschern des Wassers vom Gartenteich. Ich atme tief ein und aus. Der allzu hektischen Alltag tritt in den Hintergrund und ich genieße meinen Garten!

Gräser

Gräser

Ziergräser sind überraschend vielseitig und sollten in keinem Garten fehlen. Es gibt sie in vielen Farben, Formen, Größen und für alle Standorte. Sie Eigenen sich als Hingucker oder Ruhepol im Beet. Die Gräser erfreuen im Sommer mit ihren Blüten, im Herbst mit ihrer auffallenden Färbung und im Winter verzaubern sie mit Raureif überzogenen Blättern und Fruchtständen.

Aussehen & Farbvielfallt
Das vielseitige Farbspiel der Gräser reicht von Orange über Tiefrot zu Braun, Dunkelgrün bis Maigrün und von Blau bis Blaugrün. Gestreifte und getupfte Blätter sind dabei keine Seltenheit und machen einige Pflanzen zum Blickfang.

Gartengestaltung
Ins Beet bringen die Gräser Bewegung und Leichtigkeit und eigenen sich durch ihre linearen Strukturen gleichermaßen für moderne Gärten, als auch naturnahe Landhausgärten. Die Kombination von blühenden Stauden und Gräsern passt gut und oftmals steigern sie sich noch gegenseitig in ihrer Wirkung.

Gräser gibt es in verschiedenen Wuchshöhen. Sie sollten nicht zu dicht gepflanzt und nach Größen im Beet gestaffelt werden. Pflanzen Sie kleinere Gräser eher in Gruppen und größere in Einzelstellung oder zu dritt zu pflanzen. Struktur und Halt geben hohe Formen, wenn sie im hinteren Bereich gepflanzt werden. So kommt z. B. das Riesenfedergras mit seinen goldglänzenden Blütenrispen vor einem dunklen Hintergrund besonders gut zur Geltung.

Standort & Bodenansprüche
Für alle Bereiche und jeden Standort gibt es passende Gräser - von feucht bis trocken und sonnig bis schattig. Lassen Sie sich vom Experten beraten, denn am richtigen Standort gepflanzt, sind sie pflegeleicht und anspruchslos. Generell kann man sagen, dass für sonnige Standorte die Rutenhirse, das Lampenputzergras, das Chinaschilf oder Pampasgras geeignet sind. Für eher schattige bis halbschattige Standorte eignen sich verschiedene Seggenformen wie Breitblattsegge, Riesensegge und Schattensegge sowie Schneemarbel.

Pflege & Schnitt
Anspruchslos in der Pflege sollten sie nur im Frühjahr geschnitten werden, denn das Laub schützt sich selbst vor Frost und ziert den sonst eher strukturlosen winterlichen Garten.

Gräser

Gräser in verschiedenen Sorten, z.B. Pennisethum-Mix, ohne Übertopf


Japanisches Blutgras „Imperata ‚Red Baron’ / Chinaschilf

Japanisches Blutgras „Imperata ‚Red Baron’: dekoratives Ziergras mit kräftigen Rottönen im Sommer, besonders geeignet für die Kübelhaltung + Chinaschilf in versch.Sorten, ohne Übertopf

 

Bambus

Durch sein wintergrünes Laub und den schnellen Wachstum erfreut sich der Bambus immer größerer Beliebtheit - und das nicht nur in asiatischen Gärten. Dabei ist der Bambus im Garten auch noch vielseitig einsetzbar: Ob als Sichtschutz oder dekorative in den Vordergrund gerückt - Bambus ist ein pflegeleichtes Allround Talent. Durch ihre grafische Schlichtheit und elegante Ausstrahlung passt er ebenso zu modernen Baustoffen wie Beton, Stahl oder Gabionen.

Der Bambus gehört botanisch zu den Süßgräsern (Poaceae) und kann auch in unseren Breitengraden baumhoch werden. Die größte Bedeutung hat in Mitteleuropa die dickhalmige Bambus Gattung Phyllostachys. Sie ist in der Gartengestaltung ebenso oft anzutreffen wie die Gattungen des Schirmbambus (Fargesia), Sasa und Arundinaria.

Bambus

Der Schirmbambus

Der Schirmbambus (Fargesia) bietet durch seinen dichten wuchs einen guten Sichtschutz und ist gut zur Heckenbepflanzung geeignet. Idealerweise bildet er keine Ausläufer und ist einfach und unkompliziert zu pflanzen.

Der Flachrohrbambus

Der Flachrohrbambus des dickhalmigen Phyllostachys gehört zu den höherwachsenen Bambus Gattungen. Allerdings hat er einen starken Ausbildungsdrang und bilden unter der Oberfläche verholzte Rhizonome. Diese wachsen in alle Richtungen und treiben in regelmäßigen Abständen immer neue Halme aus. Das Einzige, was den Wuchs lenkt und eindämmt sind fachmännisch gesetzte Rhizomsperren. Diese bestehen aus zwei Millimeter starkem Hochdruck-Polythylen und sollte damit die Pflanzen nicht vertrocknen einen Zweimeterradius einhalten.

Standort & Bodenansprüche
Die Bodenansprüche des Bambus sind nicht hoch, solange diese weder staunass noch zu trocken sind. Sie stehen gerne warm und sonnig und sollten vor kaltem Ostwind geschützt werden, damit die Blätter im Winter nicht austrocknen.

Düngen
Weil der Flachrohrbambus so in die Höhe wächst und starke Halme bildet, benötigt er viel Wasser und Dünger. Im Frühjahr freut er sich über Dünger oder angereicherten Kompost mit Hornmehl- oder Grieß.

Schneiden
Der Phyllostachys braucht nicht extra geschnitten werden. Benötigen Sie Halme z. B. als Pflanz- oder Staudenstütze, dann bedienen Sie sich einfach. Er wächst ja stetig nach.

Schädlinge & Krankheiten
Krankheitsanfällig ist der Flachrohrbambus nicht, dafür hat er manchmal mit Schädlingen zu tun. Vor allem mit Blattläusen, Schmier- und Schildläusen sowie Wollläuse. Im Rhein-Main-Gebiet sowie Oberrhein ist auch die verbreitete Wärme liebende Bambusmilbe zu finden.

Gräser im Vorgarten

Blumen Risse GmbH & Co. KG, Im Ostfeld 5, 58239 Schwerte,  Tel.: 02304 965-0, Fax: 02304 965-300

Fachverband Deutscher Floristen
Verband Deutscher Gartencenter