Frühlingserwachen im Garten

Zart sprießen die ersten Knospen aus der Erde. Die Sonne strahlt mich an und hinterlässt ein angenehmes Gefühl auf der Haut. So lang war der Winter, dass ich mich jetzt besonders auf den Frühling freue! Endlich zeigen sich überall die ersten Frühlingsboten. Im Beet die Schneeglöckchen und Krokusse, an Baum und Busch die zarten Blüten- und Blattknospen und auf meiner Terrasse die ersten Hyazinthen und Narzissen.

Frühlingserwachen im Garten

Entspannt Starten

So langsam wird es zeit, den Balkon, Terrasse und Garten aus dem Winterschlaf zu holen. Ersten Vorbereitungen für die Saison stehen an. Aber Vorsicht! Auch wenn man bei den ersten schönen Sonnen Tagen schon tatkräftig loslegen will, beachten Sie, dass die Temperaturen auch in der Nacht über dem Gefrierpunkt liegen müssen, damit Sie entspannt starten können. Sonst haben Neupflanzungen und zarte Pflänzchen keinen guten Start. Der offizielle Startschuss für die Freiluftsaison ist nach den Eisheiligen (Mitte Mai), wenn kein Frost mehr zu befürchten ist.

Jahresplanungen treffen

Nutzen Sie die Zeit um geschmiedete Pläne aus dem letzten Jahr zu konkretisieren und Vorbereitungen zu treffen. Gibt es Neupflanzungen anzulegen oder gar bauliche Veränderungen, wie ein Hochbeet oder Gartenteich anlegen, sollten diese im Frühjahr umgesetzt werden, damit man im Sommer das fertige Ergebnis genießen kann.
Schaffen Sie sich einen Überblick über anstehende Arbeiten und benötigtes Material. Durchforsten Sie Ihren Bestand an Kübeln, Erden und Pflanzen. Haben alle Gartengeräte die letzte Saison gut überstanden und sind einsatzbereit? Dann steht dem Gartenjahr 2018 nichts mehr im Wege!

Frühlingserwachen im Garten

Erste Arbeiten im Garten

Dann ist es endlich so weit, jetzt heißt es die Ärmel hochkrempeln, tatkräftig loslegen und den ersten Muskelkater abholen: Befreien Sie die Beete von Laubresten aus dem Herbst. Auch der Schnitt von Sträuchern, Gräsern, Stauden und Bäumen steht nun an. Wann der geeignete Zeitpunkt für den Rückschnitt gegeben ist, sollte vorher beim Fachmann erfragt werden, denn das kann sehr unterschiedlich sein.

Der passende Zeitpunkt für den Rückschnitt von blühenden Sträuchern im Frühjahr ist direkt nach der Blüte, während Sommer blühende Sträucher im zeitigen Frühjahr erfolgen sollte. Die Rose freut sich über den Rückschnitt im April. Pflegemaßnahmen wie das bedarfsgerechte Düngen unterstützen die Pflanzen beim guten Start in der Wachstumsphase und sorgt für schöne gesunde Pflanzen im Sommer. Vergessen Sie hierbei nicht Ihren Rasen - auch der benötigt eine Frühlingskur.

Schnittanleitung für Sträucher

Wir haben den Vorgang des Sträucherschneidens für Sie zusammengefasst:

1. Entfernen Sie dürres, abgestorbenes und verfrorenes Geäst
2. Zweige, die Krankheiten / Mehltau aufweisen sollten auch entfernt werden
3. Triebe, die quer verlaufen oder nach innen wachsen, stören das Gesamtbild und sind deshalb zu entfernen
4. Kürzen Sie die Äste auf die gleiche Länge, um eine gleichmäßige Form des Strauches zu erreichen
5. Lichten Sie dicht gewachsene Sträucher durch Entfernen kompletter Triebe aus. Vor allem Beerensträucher benötigen den Schnitt, damit die Früchte mit mehr Sonneneinstrahlung besser reifen können.
6. Großzügiger fällt der Rückschnitt bei stark wachsenden Sträuchern aus.

ACHTUNG! Mit Schimmel oder Pilzen befallenes Schnittgut sollte sofort entsorgt werden, damit keine Verbreitung stattfindet.
Gesundes Schnittgut kann nach dem Schreddern auf den Kompost oder für Beetabdeckungen genutzt werden.

Schnittanleitung für Obstbäume
Wer seine Obstbäume regelmäßig schneidet, hat nicht nur höhere Ernteerträge und sorgt für ein besseres Wachstum, sondern beugt auch Pilze- und Holzkrankheiten vor. Vor allem lässt sich mit dem Schnittzeitpunkt aber das Wachstum beeinflussen. Wird zum Herbst (frühen Winter) geschnitten, treiben die Bäume im Frühjahr stärker aus.

Der richtige Obstschnitt ist ein sehr komplexer Vorgang. Holen Sie sich Informationen zum richtigen schneiden Ihres Obstbaumes vom Fachmann, denn hier ist so einiges zu beachten:

Zeitpunkt: von November bis April
Besonderheiten Zeitpunkt:

  • Bei stark wachsenden Obstbäumen (Kernobst), wie der Birnen- Apfel- und Quittenbaum, sollte der Schnitt erst im Spätwinter erfolgen, denn das schwächere Wachstum ist hier für die Blütenbildung wichtig.
  • Steinobst (Kirsche, Pflaume, ...) ist anfällig für Holzkrankheiten und sollte daher direkt nach der Ernte geschnitten werden.
    Achtung! Die Pfirsichbäume werden erst beim Austrieb im Frühjahr (April oder Mai) geschnitten.

Temperatur: nicht unter - 4° C
Schnittfolge: Kronenaufbauschnitt, Pflanzschnitt, Erziehungsschnitt, Instandhaltungsschnitt
Was wird geschnitten:

  • totes, krankes und erfrorenes Holz
  • Äste die alt sind, quer oder steil nach oben wachsen
  • Baumspitzen werden ausgelichtet

Werkzeuge:
Je nach Einsatz sind hier Klapp- und Bügelsägen sowie Amboss- und Bypassscheren geeignet. Achten Sie darauf, dass alle Werkzeuge für den Einsatz geschärft sind. Nur so kann ein glatter Schnitt erfolgen und die Wunde bleibt gering. Bei größeren Schnittwunden sollten diese danach mit einem Wundverschluss versehen werden.

So geht´s:
Dürres, abgestorbenes und verfrorenes Geäst, sowie kranke Triebe und Äste sollten immer entfernt werden. Das kann dann immer erfolgen und ist an keinen festen Zeitpunkt geknüpft.
Ansonsten unterscheidet man beim Baumschnitt zwischen dem Kronenschnitt, Pflanzschnitt, Erziehungsschnitt und Instandhaltungsschnitt.

1. Verkleinern und lichten Sie die Krone aus. Schneiden Sie diese zu einer Art Pyramide.
2. Bei Neupflanzungen erfolgt der erste Schnitt direkt nach dem Pflanzen.
3. Schneiden Sie nach innen wachsende Seitenäste heraus.
4. Triebe werden nur um ein Drittel gekürzt, wenn sie zwischen zwei Knospen sitzen. Die letzte Knospe sollte immer nach oben oder außen schauen.
5. Haupttriebe bleiben stehen, wilde werden gekürzt.
6. Triebe, die quer verlaufen oder nach innen wachsen, werden entfernt.
7. Entfernen Sie auch altes und krankes Holz.
8. Alle Triebe sollten genügend Freiraum haben und genügend Luft und Licht bekommen.

ACHTUNG!!! Schneiden Sie alte Wunden mit einem scharfen Messer heraus. Versehen Sie beim Schnitt entstandene Wunden mit einem Wundverschluss. Mit Schimmel oder Pilzen befallenes Schnittgut sollte sofort entsorgt werden, damit keine Verbreitung stattfindet. Gesundes Schnittgut kann nach dem Schreddern auf den Kompost oder für Beetabdeckungen genutzt werden.

Vorziehen von Jungpflanzen

Vorziehen von Jungpflanzen

Draußen im Freien ist es noch zu kalt für die An- und Vorzucht von Jungpflanzen? Das ist kein Problem, denn Frühbeete und Zimmer-Anzuchthäuser schützen die empfindlichen Pflanzen und bieten eine gute Startbasis im geschützten Raum. Sicher vorgezogen können die stärksten Pflanzen dann bei den geeigneten Temperaturen ins Beet nach draußen umgesetzt werden.

Gartenmöbel pflegen

Gartenmöbel pflegen

Ist der Winter endlich vorbei, holt man auch seine Gartenmöbel wieder aus dem schützenden Unterstand. Jetzt heißt es auch hier erst mal gut kontrollieren und gründlich reinigen. Je nach Witterungsbeständigkeit und Material stehen verschiedene Pflegemaßnahmen an. Denn mit der richtigen Pflege sehen Ihre Gartenmöbel nicht nur gut aus, sondern haben natürlich auch eine längere Lebensdauer. Die passenden Tipps für Ihre Gartenmöbel können Sie den Hersteller- und Pflegehinweisen entnehmen.

Kunststoff und Aluminium sind hier in Kombination mit Glas sicherlich am pflegeleichtesten. Dagegen benötigen Gartenmöbel aus Holz spezielle Pflegemaßnahmen wie Streichen und/oder Imprägnieren mit geeigneten Pflegeprodukten.

Pflege-Tipps für Gartenmöbel:

1. Pflege-Tipps für Gartenmöbel aus Aluminium:

Die Pflegeleichtesten unter den Gartenmöbeln! Dreck mit Leitungswasser (eventuell mit mildem Reiniger) abwaschen, oder einfach mit einem Gartenschlauch abspritzen. Fertig!

2. Pflege-Tipps für Gartenmöbel aus Holz:

Es gibt verschiedene Holzarten, die unterschiedliche Pflege benötigen. Nicht ohne Grund wird im Außenbereich gerne Teakholz verwendet, da sich Insekten fernhalten, und Schimmel kaum zu finden ist. Wie alle Hölzer bekommt auch das Teakholz im freien aufgrund von Witterungseinflüssen eine silbergraue Patina. Wer dies nicht möchte, muss seine Holzmöbel regelmäßig Ölen und vorher bei bedarf auch mal abschleifen.

3. Pflege-Tipps für Gartenmöbel aus Polyrattangeflecht:
Auch sie gehören zu den Pflegeleichten, da sie großen Temperaturschwankungen ohne Probleme standhalten. Achten Sie auf hochwertige Materialien, haben Sie nicht so viel zu tun. Eine Reinigung mit einem Tuch und klarem Wasser oder mit einem sanften Reinigungsmittel reicht aus.
Wir empfehlen Ihnen trotzdem im Winter einen Wetterschutz (Schutzhülle) anzulegen, oder die Möbel im geschützten Raum unterzustellen. Dann haben Sie im Frühjahr nicht so viel zu tun ...
Achtung!! Verwenden Sie zum Reinigen auf keinen Fall eine Drahtbürste oder den Hochdruckreiniger, da diese die Oberfläche beschädigen.

4. Pflege-Tipps für Gartenmöbel aus Kunststoff:
Auch sie gehören zu den pflegeleichten Gartenmöbeln. Achten Sie beim Kauf auf eine gute Qualität mit UV-Schutz. Ansonsten haben günstige Möbel den Nachteil, das sie sehr UV empfindlich sind und keine Hitze vertragen. Durch die UV-Bestrahlung wird das Kunststoffmaterial dann schnell spröde und Farben verbleicht. Reinigen können Sie die Möbel mit einem Tuch oder bei bedarf, auch mal mit dem Hochdruckreiniger. Lagern Sie die Möbel im Winter an einem geschützten und trockenen Ort, dann werden Sie lange Freude an Ihnen haben.

Blumen Risse GmbH & Co. KG, Im Ostfeld 5, 58239 Schwerte,  Tel.: 02304 965-0, Fax: 02304 965-300

Fachverband Deutscher Floristen
Verband Deutscher Gartencenter