Lernen vom Profi!
Unsere Blumen- und Gartenfachleute geben ihr Wissen an Sie weiter. Mit kleinen Expertentipps kann man Großes bewirken.
Schauen Sie vorbei und erhalten Sie bald wichtige und lehrreiche Einblicke in die Kunst der Blumen- und Pflanzenwelt.

Know How

Know-How - Orchideen

Die Orchidee

Die Orchideen oder Orchideengewächse (Orchidaceae) sind eine weltweit verbreitete Pflanzenfamilie. Sie sind besonders pflegeleicht, anspruchslos und ausdauernd. Etwa 1000 Gattungen mit 15.000 bis 30.000 Arten werden von den Botanikern anerkannt. Mit ihren verschiedenen Blütenformen und Farben, sowie Sonderzüchtungen ist sie bei vielen als Zimmerpflanze sehr beliebt. Die Orchidee wird als besonders schön angesehen, und vielen gilt sie als Königin der Blumen, doch die Ansprüche der verschiedenen Orchideenarten können sehr variieren. Am einfachsten ist die Pflege der Phalaenopsis, deshalb hier einige Infos und Pflegetipps zu ihr:

Standort & Temperatur:
Als Pflanze des Urwaldes mag die Orchidee keine direkte Sonneneinstrahlung, steht aber gerne hell. Die aus einer warmen Gegend stammende Pflanze ist sehr kälteempfindlich und Temperaturen unter 16° C mag sie gar nicht. Ihre Wohlfühltemperatur liegt zwischen 18° und 24° C.

Blüten:
Die Orchidee blüht ein bis zwei Mal im Jahr. Nach der Blüte können Sie die getrockneten Blütenstände vorsichtig entfernen. Danach befindet sich die Pflanze in einer Ruhephase, während der sie sich auf die nächste Blühsaison vorbereiten. Gönnen Sie ihr in der Zeit eine Ruhephase mit weniger Dünger, Wasser und niedriger Temperatur. Sie werden sehen, wie schön dann die nächsten Blüten werden.

Gießen & Erde:
Orchideen sind recht pflegeleicht und anspruchslos. Sie mögen allerdings keine nassen Füße und sollten nur spärlich bewässert werden. Im Winter reicht es sie ein Mal die Woche und im Sommer zweimal die Woche zu gießen. Eine andere bewährte Methode ist das Tauchen der Orchidee in Wasser, wenn das Substrat ausreichend ausgetrocknet ist. Am liebsten mögen sie kalkarmes Regenwasser.
Von Fachleuten wurde für die Pflanze eine spezielle Orchideenerde entwickelt. Es handelt sich um grobe Pinienrindenstücke, die mit Torf, kohlensaurem Kalk und Dünger angereichert sind. Normale Blumenerde vertragen sie nicht, da hier ihre Wurzeln faulen würden.

Düngen:
Zur optimalen Nährstoffversorgung der Pflanze empfehlen wir, ein Mal im Monat einen speziellen Orchideen-Flüssigdünger zu verabreichen.

Know-How - Ficus-Ginseng

Der Ficus Ginseng

Der Ficus microcarpa Ginseng zählt zur Gattung der Gummibäume, er stammt aus den Tropen Südost Asiens und wurde speziell aus der Loorbeer-Feige gezüchtet. Das chinesische Wort Ginseng, bedeutet so viel wie Wurzel. Damit Sie an ihrem Ficus länger Freude haben und er gut wachsen kann, haben wir hier einige Infos und Pflegetipps für Sie zusammengestellt:

Standort & Temperatur:
Der Ficus bevorzugt einen hellen Standort ohne direkte Sonnenbestrahlung. Die ideale Temperatur liegt zwischen 18° und 20° Celsius. Zugluft sollte auf jeden Fall vermieden werden. Zusätzlich verträgt der Ficus keine trockene Heizungsluft und mag keine Kälte von unten.

Gießen & Erde:
Wir empfehlen kein Leitungswasser zum Gießen zu nutzen, da sich sonst eine Kalkkruste bilden kann. Stattdessen freut sich der Ficus über gesammeltes Regenwasser. Er verträgt keine Staunässe und sollte daher nur gegossen werden, wenn die Oberfläche des Substrates getrocknet ist. Damit dies gewährleistet ist, sollte das Substrat grobkörnig und durchlässig sein. Dafür eignet sich auch eine Mischung aus Lehm, Sand und Pikier- oder Bonsaierde. Achten Sie darauf, dass das Wasserablaufloch nicht verstopft, und bedecken Sie diese mit drainagefähigem Material. Er freut sich über jährliches Wechseln des Substrates.

Düngen:
Zur optimalen Nährstoffversorgung der Pflanze empfehlen wir alle 14 Tage Flüssigdünger, zu verabreichen.


Know-How - Sansevieria

Die Sansevieria

Die Zimmerpflanze Sansevieria, auch Bogenhanf genannt, gehört zu der Familie der Spargelgewächse. Sie ist eine pflegeleichte Pflanze und kommt in Gruppenpflanzen gut zur Geltung. Aber auch alleine stehend im passenden Gefäß macht sie eine gute Figur. Damit Sie lange Spaß an dieser Pflanze haben, finden Sie hier einige Infos und Pflegetipps:

Größe & Herkunft:
Die Sansevieria wächst in Afrika und im Süden Asiens. Sie wird unterteilt in 2 Pflanzengruppen. Die eine Gruppe besteht aus hoch wachsenden Pflanzen mit steifen, langen Blättern die bis zu 1,20 m groß werden kann. Die zweite aus kleinen rosettenförmigen Blättern wird bis zu 0,80 m hoch. Beide Pflanzengruppen wachsen langsam und halten sich bei guter Pflege viele Jahre.

Standort & Temperatur:
Sie benötigt viel Licht und ist leicht zu pflegen und ein warmer Platz am Fenster ist ideal. Die grünen Sorten der Pflanze benötigt weniger Licht als die Farbigen. Man kann die Sansevieria auf den Balkon stellen, solange sie viel Licht bekommt und vor dem Regen geschützt ist. Die Wasser speichernden Blätter vertragen keine kalten Temperaturen, deshalb sollte sie bei Temperaturen unter 12 C° wieder ins Haus geholt werden.

Gießen & Erde:
Ähnlich wie ein Kaktus speichert die Sansevieria Wasser in ihren Blättern, daher benötigt sie wenig Wasser um zu überleben. Wie viel und wie oft gewässert werden muss, hängt von der Größe der Sansevieria ab. Um gut wachsen zu können, braucht die Sansevieria eine lockere Erde wie zum Beispiel Kakteenerde oder ein Gemisch aus Erde und Sand. Bevor die Erde nicht getrocknet ist, sollte man die Pflanze nicht bewässern.

Düngen:
Es reicht, wenn Sie die Sansevieria 1 Jahr nach dem Kauf oder einer Umtopfung düngen. Als gute Düngemittel eignen sich mineralischer- oder organischer Flüssigdünger, aber auch Aquarium- oder Teichwasser.

Know-How - Christrose

Die Christrose

Auch bei winterlichen kalten Temperaturen und Schnee muss man nicht auf Blüten im Garten verzichten. Die Christrose (auch Schneerose genannt) zeigt jetzt schon ihre schönen Blüten, wenn es anderen Pflanzen noch zu kalt ist. Wer Lust hat, kann sich die Christrose zu Weihnachten ins Haus holen und pflanzt sie später wieder in den Garten. Hier ein paar Tipps und Tricks rund um die Christrose:

Die Christrose ins Haus holen

Eine gewisse Zeit lang kann die Christrose auch als blühende Topfpflanze im Zimmer strahlen. Sie sollten jedoch nicht allzu lange in der trockenen Zimmerluft verbleiben, wenn sie später wieder ausgepflanzt und im Garten weiterwachsen soll, denn sie mag eher kühle Temperaturen – wie in einem kühlen Schlafzimmer oder Wintergarten. Beachten Sie dies vor allem, wenn Sie die Topfpflanze später wieder im Garten ansiedeln möchten, denn dann sollte die Christrose nicht zu lange den warmen Zimmertemperaturen ausgesetzt werden.

Christrosen pflegen
Die Christrose ist eine sehr pflegeleichte Pflanze. Achten Sie beim Gießen nur auf die richtige Menge, denn die Christrose reagiert empfindlich auf Staunässe.
Im Garten bevorzugt sie kalkhaltigen und durchlässigen Boden und reagiert mit ihren flachen Wurzeln empfindlich auf Wurzelverletzungen. Daher am besten einen Standort auswählen, wo man sie nicht durch Graben und Hacken stört. Ist der richtige Standort gefunden, dann können die Pflanzen sehr alt werden.

Aus dem Topf in den Garten!
Nach dem verblühen, kann man die Christrose wieder in den Garten pflanzen. Helfen Sie der Pflanze dann mit kalkreicher Erde. Wenn dies nicht so ist, reicht ein Stück Tafelkreide, die man mit ins Pflanzloch gibt, aus. Um die Pflanze an die Temperaturen draußen langsam zu gewöhnen, sollte man diese in der Wohnung nicht zu warm und zum Übergang etwas geschützt noch im Topf raus stellen. Nach der Übergangszeit können Sie die Christrose dann rauspflanzen.

Achtung: Die Christrose ist giftig!

Blumen Risse GmbH & Co. KG, Im Ostfeld 5, 58239 Schwerte,  Tel.: 02304 965-0, Fax: 02304 965-300

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